dalailama.jpg

Traditionelle Tibetische Kunst:

 

Marian van der Horst

Die Kunst des Thangka- Zeichnens und Malen

Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene

Die. 12. - So. 17. Juni 2012

Seit ca. 2000 Jahren werden das Buddha-Abbild  und die Meditationsgottheiten des tantrischen Buddhismus in der künstlerischen Form übertragen. Hier hat die tibetische Kultur  eine wichtige Rolle inne und innerhalb von 1000 Jahren den Karma Gadri- und Menri -Malstil entwickelt.  In diesem Workshop lernen wir die präzise Symmetrie und  vollkommene Gestalt des historischen Buddha zeichnen. Wer bereits an früheren Kursen mit Marian teilgenommen hat, wird neue Aufgaben erhalten.

Zur Person: Marian van der Horst unterstützt seit vielen Jahren das  Jewel  Heart Centrum von Gelek Rinpoche in Njimwegen / Holland. Sie gehört zu den wenigen westlichen Thangka-LehrerInnen, die noch vom verstorbenen Gega Lama, einem großen Meister des Karma Gadri  Malstils, ausgebildet wurden. Seit mehreren Jahrzehnten lehrt sie in Europa und verbindet den Unterricht mit der Meditation.

 

Beginn: Die. - Fr. um 18 Uhr - Sa. + So. ab 10 Uhr

Ort: Siddhartha`s Intent e. V., Güntzelstraße 42, Berlin-Wilmersdorf (UBhf. Güntzelstr.)

Teilnahmegebühren: Euro / erm. Euro sind vor Ort zu bezahlen.

 

Die vorherige Anmeldung (auch kurzfristig) ist unbedingt erforderlich.

Information und Anmeldung: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

 


Für den Kurs werden benötigt:

A3- Malpapier, 2 Bleistifte HB und 2H, Radiergummi, ein Maldreieck und ein Zirkel.

Es ist zu empfehlen ein Schreibbuch mitzubringen, weil es viel Information über den Symbolismus geben wird. Der Zeichenkurs wird auch Meditationsübungen beinhalten.

 

„Das Phänomen `Thangka` ist im Westen recht bekannt geworden und wird wegen seiner Schönheit, Harmonie und tiefgehenden Symbolik sowohl von buddhistisch Praktizierenden wie auch Nicht- Buddhisten bewundert. Ein Thangka ist ein „Rollbild“, das auf Textil gemalt wird und nach Fertigstellung leicht und flexibel zu transportieren ist. Das Thangka enthält eine profunde Botschaft und vermittelt Kenntnisse auf unterschiedlichsten Ebenen: Einige Menschen erhalten rein visuelle Informationen und schätzen zum Beispiel die große Perfektion in der geometrisch-en Anordnung. Aber sobald wir mehr über die Meditationsaspekte im tantrischen Buddhismus Tibets erfahren, kann das Thangka auch zum Objekt der Meditation werden. Wenn wir schließlich in die komplexe Symbolik der Gestaltung eingeführt sind, wird diese zum Mittel für das tiefe Verstehen des eigenen Geistes. Deshalb ist das genaue Zeichnen und Malen einer Thangka so wunderbar und wirklich speziell! Wir treten in Kontakt mit dem Geist des Buddha und dem reichen Ausdruck seiner erwachten Qualitäten, die auch unsere Eigenschaften sind. Durch einsgerichete Übung und die tiefe Konzentration wird das Zeichnen und Malen zur kontemplativ-en Aktivität und zur Praxis von Meditation.
Jede Gestalt im Thangka basiert auf der Kombination von horizontalen und vertikalen Linien und Rastern, die traditionell festgelegt sind. Mithilfe von nur wenigen exakten Grundlinien entsteht die Grundlage für die vollkommenen Proportionen des Körpers eines Buddha. So wird es für jedermann möglich gleich am Anfang das Haupt des Buddha zu zeichnen. Das eigentliche Thangka- Malen mit Farben beginnt zu einem späteren Zeitpunkt und nach dem ausführlichen Studium und der intensiven Übung".

Über die Geschichte der Thangka- Kunst:


Das Thangka- Malen ist eine alte tibetisch- buddhistische Kunstform, die in Tibet seit mehr als 1000 Jahren praktiziert wird. Thangka ist das tibetische Wort für Malen. In den sakralen Bildern wird die Vielzahl der tantrischen Meditationsgottheiten und großen Meister, wie z. B. der historische Buddha Shakyamuni, abgebildet. Die Bilder inspirieren aufgrund der Schönheit und der vollkommenen Symmetrie. Sie dienen hauptsächlich der visuellen Unterstützung in der Praxis der Meditation. Der Ursprung der Thangka- Malerei geht auf den Buddha Shakyamuni zurück, der vor etwa 2600 Jahren in Indien gelebt hat. Er lehrte das Dharma an eine große Anzahl von Menschen, wozu auch Künstler gehörten, die er unterrichtet und inspiriert haben soll. Schon zu Lebzeiten hat sich das Dharma in Indien und den benachbarten Ländern ausgebreitet und ist im frühen 7. Jahrhundert u. Z. auch nach Tibet gelangt. Um den Buddhismus zu etablieren hat der tibetische König Songtsen Gampo die chinesische Prinzessin Kongdscho geheiratet, die die ersten buddhistischen Schriften, Skulpturen und Malereien nach Tibet gebracht hat. Mit ihr kamen auch Künstler, die den eigenen Malstil eingeführt haben. So wird die frühe Zeit der tibetischen Thangka- Malerei als `alter Gadri- Stil` bezeichnet. Ein weiterer Malstil wurde im 9. Jahrhundert u. Z. aus Nepal eingeführt. Er trägt den Namen Menri. Das sind die beiden wichtigsten Thangka- Traditionen, die verschiedene Schulen hervorgebracht haben. Das Gadri ist hauptsächlich im Osten Tibets (Kham) zu finden und das Menri in Zentral- und Westtibet. Im Jahre 1500 erlebte der Gadri- Stil eine Renaissance durch den Einfluss des Malers Namka Tashi, der mit dem großen Heiligen Mikyö Dorje, dem 8. Karmapa, verbunden war. Weitere wichtige Einflüsse stammen von den Künstlern Chö Tashi und Kasho Karma Tashi. Diese drei Künstler, die gleichzeitig auch verwirklichte Praktizierende waren, haben den so genannten Karma Gadri Stil der tibetischen Thangka- Malerei begründet, der bis zum heutigen Tage lebendig geblieben ist.

Für weitere Informationen über Marian van der Horst siehe:

www.thangka-marianvdhorst.com

www.tibetan-thangkas.co.uk

http://thangka-en.sangkyap.net/?eid=1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tibetischer Salon:

 

Ingrid Hermina Münch-Pohli 

Mantras kreativ gestalten - singen und montieren

Um die besondere Wirkung von gesungenen Mantras im Alltag zu erfahren, lernen wir sie auf unsere eigenen, wohlbekannten Melodien zu montieren. Öfter mal (auch nebenbei) geträllert oder gesummt, entfalten sie sich selbstheilend (z.B. beruhigend oder anregend) und Glück fördernd in unserem Geist. Dies ist ein offenes, generationsübergreifendes und interkulturelles Angebot an alle, die sich gerne mit ihrer Singstimme ausdrücken wollen. Vorkenntnisse oder Schönheit der Stimme sind nicht erforderlich. Eine fortlaufende Gruppe ist bei Interesse möglich.


Termin:

 
Ort:
bel étage berlin, Waterloo Ufer 8, 10961 Berlin, U-Bhf Hallesches Tor


Zur Person: Ingrid Hermina Münch-Pohli ist Sozial- und Kreativ-Pädagogin, erfahrene Lehrerin für Klassischen Ashtanga Yoga und langjährig buddhistisch Praktizierende. Sie studiert im und unter-stützt das Tibetisch-Buddhistische Zentrum Tendar Chöling in Berlin und ist ein Vorstandsmitglied von Tibethaus Berlin e. V.

Informationen: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it       

Veranstaltung auf Spendenbasis - Empfehlung: 12 € / 8 €